Menschen, die kräftig husten können UND eine gute Gefühlswahrnehmung im Rachen haben, kommen in der Regel mit Aspiration ganz gut klar. Diese Menschen spüren, wenn Ihnen etwas in den Kehlkopf rutscht, husten die aspirierte Konsistenz kräftig nach oben in den Rachen und schlucken die Konsistenz in die Speiseröhre – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Ein Problem besteht bei Patienten, die durch neurologische Einschränkungen oder durch eine ‘geblockte Trachealkanüle’ eine reduzierte Gefühlswahrnehmung im Eingangsbereich der Luftröhre haben. (Ich verweise auf meinen Blogbeitrag “Kann eine geblockte Trachealkanüle Aspiration verhindern?“)
Diese Menschen spüren nicht oder zu spät, dass ihnen etwas in die Atemwege rutscht und husten daher zu spät oder gar nicht. In diesem Fall kann die aspirierte Konsistenz in die tieferen Atemwege (Lunge) abrutschen.

Ein weiteres Problem haben wir bei Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr kräftig husten können. Diese Menschen können die aspirierte Konsistenz nicht mehr hochhusten, die Konsistenz kann in die tieferen Atemwege abrutschen und dort zu Lungenentzündungen führen.