Oft treten Patienten oder deren Angehörige mit der Frage an mich heran, was ich von Ernährung über Magensonde bei Schluckstörungen halte.
Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, denn die Entscheidung hängt immer ab von der Ursache für die Schluckstörung.

Ich bin grundsätzlich ein großer Befürworter von Magensonden, wenn ein Patient aufgrund eines plötzlich auftretenden Ereignisses eine schwere Schluckstörung hat, die Essen und Trinken über den Mund verwehrt.

Pateinten, die aktiv Kräftigungsübungen zur Verbesserung der Schluckfunktion durchführen können, haben gute Chancen, ihre Schluckfähigkeit zurück zu erlangen. Hierfür braucht ein Patient jedoch Energie. Diese Energiezufuhr kann sichergestellt werden, indem über Magensonde ausreichende Kalorien zugeführt werden. Dies gibt dem Patient die Möglichkeit, nach ein paar Wochen oder Monaten wieder ohne Magensonde auskommen zu können.

Wenn eine fortschreitende Erkrankung vorliegt, bin ich der Meinung, dass Patient (in) und Angehörige genau aufgeklärt werden müssen über Vorzüge und Nachteile, sowie Risiken einer Magensonde. Auf der Basis umfassender Aufklärung muss jeder Mensch für sich persönlich entscheiden, welchen Weg er oder sie gehen möchte. Ich begleite Sie gerne auf dem Weg, den Sie für sich wählen.