Bei einer geblockten Trachealkanüle liegt etwas unterhalb der Kanülenkrümmung ein Ballon, der im aufgeblasenen Zustand die Kanüle umschließt und sich an die Innenwand der Luftröhre anlegt. Dieser Ballon heißt „Cuff“.

Als Folge dieser sogenannten Blockung (aufgeblasener Ballon) kann Atemluft nur noch durch die Kanüle ein- und ausströmen.

Wenn Ein Mensch mit geblockter Trachealkanüle aspiriert, dann werden die aspirierten Konsistenzen von diesem Ballon aufgehalten und sammeln sich oberhalb dieses Ballons.

Diese Konsistenzen müssen regelmäßig entfernt werden über

  1. Überstandsabsaugung: Mit einem Absaugkatheter wird über die Trachealkanüle abgesaugt, während die Luft aus dem Ballon abgelassen wird (entblocken). Die angesammelten Konsistenzen rutschen ab, werden aber gleich abgesaugt
  2. Subglottische Absaugung (Begriffserklärung s.u.): Manche Trachealkanülen haben ein sogenanntes subglottisches Absaugventil. Das ist ein zweiter Schlauch im äußeren Bereich der Kanüle, dessen in der Luftröhre liegendes Ende in einer Öffnung oberhalb des Ballons (Cuffs) endet. Über diesen Schlauch können Konsistenzen abgesaugt werden, die sich oberhalb des Cuffs angestaut haben. Da der Schlauch sehr dünn ist, ist er nur durchlässig für flüssige und glatte Konsistenzen.
    Begriffserklärung für ‚subglottisch’: sub = unterhalb / Glottis = Stimmritze (Bereich zwischen den beiden Stimmbändern) ‚subglottisch’ bedeutet also ‚unterhalb der Stimmritze’. Im Trachealkanülenmanagement ist der subglottische Raum der Raum zwischen Stimmritze und Cuff.